17. October 2018

Aktuelles

Am 31.01.2018 wurde im Rahmen der Mitgliederversammlung 2017 Herr Prof. Dr. Rüdiger Reer zum 1. Vorsitzenden des Hamburger Sportärztebundes gewählt. Er löst damit Herrn Prof. Dr. Klaus-Michael Braumann ab, der nunmehr 20 Jahre als 1. Vorsitzender fungierte. In Anerkennung seiner langjährigen und erfolgreichen Arbeit für den Hamburger Sportärztebund wurde Herr Prof. Dr. Klaus-Michael Braumann zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Herr Prof. Reer überreichte Herrn Prof. Braumann die Ehrenurkunde.

 

 

 

Ebenfalls im Verlauf der Mitgliederversammlung wurden Beauftragte für drei Bereiche gewählt - ein Novum im Hamburger Sportärztebund.

Beauftragter Orthopädische Sportmedizin
Dr. med. Volker Carrero
Margaretha-Rothe-Weg 26, 22455 Hamburg
E-Mail: volker.carrero(at)gmail.com

Beauftragter Internistisch-kardiologische Sportmedizin
Prof. Dr. med. Karsten Sydow
Chefarzt der Kardiologie
Kardiologie Albertinen-Krankenhaus
E-Mail: sekretariat.kardiologie(at)albertinen.de

Beauftragter für Wissenschaft und Nachwuchs
Dr. med. Karsten Hollander
BG Klinikum Hamburg
Zentrum für Rehabilitationsmedizin
Interdisziplinäre Sportmedizin
Bergedorfer Str. 10, 21033 Hamburg
karsten.hollander(at)uni-hamburg.de

 

 

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Nahezu jeder fünfte Läufer konsumiert Schmerzmittel – Neue Analysen auf dem ersten Deutschen Olympischen Sportärztekongress in Hamburg

Obwohl regelmäßige Sportaktivität einen enormen gesundheitlichen Nutzen hat, können auch Aktive von Risikofaktoren betroffen sein, wie z.B. Bluthochdruck oder erhöhte Blutfettwerte.

„Aber oftmals wissen sie es eben nicht“, sagt Dr. Thomas Rüther von der Deutschen Sporthochschule Köln. So kommt es im Einzelfall immer wieder zu schwerwiegenden gesundheitlichen Ereignissen beim Sport, zum Beispiel zu Todesfällen beim Marathon. „Zur Sensibilisierung für die gesundheitlichen Voraussetzungen für den Sport läuft deshalb seit 2010 unsere online-Befragung von Laufveranstaltungs-Teilnehmern der Vereinigung German Road Races (GRR) e.V.“, so Dr. Rüther.

Bei der Anmeldung zu einer Laufveranstaltung werden die Teilnehmer auf die anonyme Befragung hingewiesen und können bestimmte Gesundheitsfragen beantworten, bei denen 12 Risikofaktoren berücksichtigt werden. Die Wissenschaftler fragen: ist der Sportler zuckerkrank, stark übergewichtig, hat er Herzrasen, erhöhte Blutfettwerte, einen erhöhten Blutdruck, Probleme mit dem Bewegungsapparat, einen großen Bauchumfang, Schwindel- oder Ohnmachtsanfälle. Weiterhin wollen sie wissen, ob der Aktive raucht, Herz-Kreislauf-Medikamente einnimmt, vorher länger sportlich inaktiv war und von einem Arzt sportmedizinisch untersucht wurde.

Die abgefragten Risiken werden mit Merkmalen des Trainings wie Umfang und Intensität in den Zusammenhang gebracht. „Wie sich die Risiken dann verteilen, hängt häufig stark vom Alter und der Sporterfahrung ab“, so Rüther. Ein Algorithmus berechnet das persönliche Risiko-Profil und der Befragte erhält sofort eine Auswertung seiner Angaben.

Im Ergebnis haben viele Läufer weniger gesundheitliche Risiken – gemessen an der sportlich inaktiven Bevölkerung. Etwas gefährdeter für Erkrankungen sind jedoch zum Beispiel ältere Aktive, Sport-Neu- und Wiedereinsteiger, die jahrelang inaktiv waren und jene mit Herz-Kreislauf- oder Stoffwechselproblemen.

Diese Sportler sollten unbedingt das Angebot von sportmedizinischen Vorsorgeuntersuchungen wahrnehmen.

Die Studie „Bleib-gesund-und-werde-fit“ wird unter der Leitung von Prof. Dr. Dr. Dieter Leyk als Kooperationsprojekt zwischen der Forschungsgruppe Leistungsepidemiologie der Deutschen Sporthochschule Köln, dem Institut für Präventivmedizin der Bundeswehr (Andernach) und dem Deutschen Sportärztebund durchgeführt.

Aus den epidemiologischen Daten so vieler Breitensportler können die Wissenschaftler jetzt weitere Analysen durchführen und Empfehlungen für ein gesundheitlich empfehlenswertes Training geben.

Quelle: https://germanroadraces.de

DOSB und Krebshilfe bauen Zusammenarbeit aus

Der DOSB und die Deutsche Krebshilfe bauen ihre Zusammenarbeit aus und haben ihre Kooperation im Rahmen der Initiative „Bewegung gegen Krebs“ bis 2021 verlängert.

Dabei stehen künftig auch Themen wie Übungsleiterqualifikation und der Ausbau von Gesundheitssportangeboten in den Vereinen auf der Agenda.

Im Rahmen von „Bewegung gegen Krebs“ machen die Deutsche Krebshilfe, der DOSB und die Deutsche Sporthochschule Köln (DSHS) seit 2014 auf die enorme Bedeutung von „Sport und Bewegung“ in der Krebsprävention aufmerksam.

„Sport und Bewegung als Teil eines gesunden Lebensstils können das Risiko an Krebs zu erkranken wesentlich reduzieren“, so Gerd Nettekoven, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Krebshilfe. Laut Angaben des Robert Koch-Institutes gibt ein Drittel der deutschen Bevölkerung an, auf ausreichende Bewegung zu achten. Doch obwohl der Anteil der sportlich Aktiven in den letzten Jahren signifikant gestiegen ist, erreicht nur etwa jeder Fünfte die von der WHO empfohlene wöchentliche Mindestzeit von zweieinhalb Stunden gemäßigter Bewegung.

Daher haben die Deutsche Krebshilfe und der DOSB beschlossen, ihre seit einigen Jahren bestehende Kooperation fortzuführen und auch weiter auszubauen. In den kommenden Jahren werden neben den kommunikativen Aspekten verstärkt auch inhaltliche und strukturelle Schwerpunkte gesetzt. „Wir wollen nicht nur die Menschen über die positiven Auswirkungen von Sport und Bewegung informieren, sondern auch die gesundheitsfördernden Angebote in Sportdeutschland weiter ausbauen“, sagt DOSB-Vorstandsmitglied für Sportentwicklung Karin Fehres. „Deshalb freuen wir uns sehr, dass die Deutsche Krebshilfe und wir die Kooperation gemeinsam weiterentwickeln konnten.“

Im Fokus stehen dabei sowohl die Breiten- und Präventionssportangebote als auch die Rehabilitationssportangebote in den Vereinen – gezielt für Krebspatienten. In Zusammenarbeit mit dem Deutschen Behindertensportverband (DBS) wird beispielsweise das Thema der Qualifizierung von Rehasportübungsleitern/innen aufgegriffen.

In Deutschland erkranken jährlich rund 500.000 Menschen neu an Krebs.

Und die Tendenz ist steigend – nicht zuletzt, weil die Menschen immer älter werden und Krebs in hohem Maße auch eine Erkrankung des Alters ist. Dadurch wird der Bedarf an Rehabilitationssportgruppen künftig steigen mit der Folge, dass auch vermehrt Übungsleiter/innen für die Anleitung und Betreuung der Rehabilitationssportgruppen qualifiziert werden müssen. Daher werden in Zusammenarbeit mit dem DBS über einen Zeitraum von zweieinhalb Jahren die Qualifizierungen für den Bereich Onkologie neu aufgestellt.

„Wir freuen uns, mit der Übernahme des Teilprojektes ,Qualifizierungsmöglichkeiten Rehabilitationssport Onkologie‘ noch intensiver in das Gesamtprojekt ,Bewegung gegen Krebs‘ eingebunden zu sein. Damit ergibt sich die Möglichkeit, in der Aus- und Fortbildung das Thema Onkologie im Rehabilitationssport in den Fokus zu rücken und weiter zu verankern, um einheitliche Qualifizierungsmaßnahmen für Übungsleiter/innen zu schaffen und zusammen mit dem DOSB eine gemeinsame und einheitliche Ausrichtung zu bewirken“, so Vera Jaron, Vizepräsidentin Bildung/Lehre und leitende Ärztin Breiten-, Präventions- und Rehabilitationssport des DBS.

Die Angebotsentwicklung im Gesundheitssport sowie die Ansprache der Zielgruppe der (ehemaligen) Krebspatienten/innen und deren Bewegungsmöglichkeiten in der wohnortnahen Nachsorge steht in einem weiteren Teilprojekt mit dem Landessportbund Hessen e.V. (lsb h) im Fokus. „Der Landessportbund Hessen engagiert sich seit Jahren im Bereich Sport gegen Krebs. Diese Arbeit findet nun im Teilprojekt ,Bewegt bleiben – Rehabilitations-, Präventions- und Breitensport für (ehemalige) Krebspatienten/innen‘ eine sinnvolle Fortführung“, sagt Ralf-Rainer Klatt, Vizepräsident Sportentwicklung des Landesportbundes Hessen. Ziel sei es, die bestehenden Netzwerke zwischen Sportvereinen, Ärzten, Rehabilitationszentren und anderen Akteuren weiter auszubauen und so mehr (ehemalige) Krebspatienten von den Bewegungsmöglichkeiten im Verein zu überzeugen.

„Der Projekttitel ,Bewegt bleiben‘ spricht für sich“, so Klatt weiter. Schließlich gehe es darum, die „Bewegungskette“ nicht abreißen zu lassen: „An die positiven Erfahrungen, die viele Patienten in der Reha mit angepasster Bewegung machen, sollte sich ohne Pause ein wohnortnahes Sporttreiben anschließen“, ergänzt Klatt.

Quelle: https://germanroadraces.de